Ermittlung der Talstreichrichtungen (am Beispiel eines Trockentalgebiets in der N´ Frankenalb)

Bereits GÜMBEL (1891) führte den geradlinigen Verlauf der Täler in der Fränkischen Schweiz auf die in der nördlichen Frankenalb vorherrschenden Hauptkluftrichtungen zurück. NEISCHL (1903, 1904) wertete die Talverläufe und den Verlauf großer Karsthöhlen dieses Gebiets aus und stellte die vorherrschende Orientierung des Trennflächengefüges als "Lithoklasen" dar.

Am Anfang einer tektonischen Auswertung der Talrichtungen steht die Erstellung einer geomorphologischen Karte mit Höhenlinien. Die Visualisierung der Morphologie (sehen Sie hier ein Beispiel) kann z.B. mit Hilfe des Freeware-Modellierungsprogrammes Visual Terrain der Firma Woolleysoft Cooperation (Cluanach, Auchtubhmor, Balquhidder, Lochearnhead, Schottland) bzw. dessen aktuellen Shareware-Nachfolge-Modellierungsprogramme Genesis© bzw. Landformer Pro© der Firma Geomantics Ltd. (Cluanach, Auchtubhmor, Balquhidder, Lochearnhead, Schottland) erfolgen.

In der nunmehr erstellten geomorphologischen Karte obliegt es nun dem Bearbeiter, aufgrund seines vorhandenen geognostischen Wissens die Streichlinien der (Trocken-) Täler festzulegen.

Die für die Gewichtung nötigen Längen der Talrichtungen können nun entweder anhand des Maßstabes und eines Zentimetermaßes abgemessen und umgerechnet werden; eleganter und zeitsparender ist es jedoch, diese Arbeit dem Computer zu überlassen: So bietet z.B. das Programm MICROGRAFX© DESIGNER© (Version 9.02) die Möglichkeit, beliebige individuelle Maßangaben (d.h. dem entsprechenden Kartenmaßstab angepasste Längenmaße) zu definieren und somit jede Linie automatisch bemaßen zu lassen.

Im vorliegenden Beispiel entsprechen 6 cm auf der Karte 500 m in natura. Die automatische Bemaßung läßt sich bewerkstelligen mit dem Befehl: DATEI/INDIVIDUELLE MASSEINHEITEN.

Im nun erscheinenden Fenster muß die neue Maßeinheit definiert und am besten in der Zeichnung und im Profil abgespeichert werden.

In einem weiteren Schritt werden im Programm die geraden Linien der Talstreichrichtungen gezeichnet.

Durch Anklicken der Option "Linien - Linienmaßangaben zeigen" werden die Längenangaben der einzelnen Linien automatisch berechnet und angezeigt. Zum Zwecke der Übersicht sollte die Schriftgröße z.B. auf ARIAL 8 Pkt. eingestellt werden (sonst zeigt das Programm bei sehr kurzen Linien keine Zahlen an!).

Im vorliegenden Beispiel wurden die Streichlinien -- zur besseren Übersicht -- nochmals auf ein zweites Blatt kopiert und mit "Nordrichtungen" versehen, um die Streichwerte über die Winkel-Meßfunktion genauer bestimmen zu können.

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* Donnerstag, 10. November 2011 17:18