Kurzbeschreibung
Die Emission von Säuren und anderen Schadstoffen in die Atmosphäre und ihre weiträumige Verfrachtung auch in die industriefernen Mittelgebirge wie den Harz hat zu Belastungen der Ökosphäre geführt. Diese Emissionen, die den "Sauren Regen" verursachen, greifen in erheblichem Maße in die biogeochemischen Kreisläufe ein und haben weitreichende Konsequenzen wie Waldschäden und Belastung des Trinkwassers mit Schadstoffen zur Folge. Das Gebiet von Brockenmassiv bittet gute Ansatzpunkte um anthropogener und geogener Einträge zu erforschen.
Ziel der Untersuchungen war es, anhand von Analysen der Gesamtdepositionen und von Oberflächenwässern und Bachsedimenten den atmosphärischen Eintrag und den geochemischen Austrag von Elementen zu ermitteln, ihre räumliche und zeitliche Entwicklung sowie ihr Sedimentationsverhalten zu verfolgen. Überdies sollten die Prozesse des Schwermetalltransports, der Schwermetallbindung, -anreicherung und -remobilisierung, die Wechselwirkungen zwischen den Zusammensetzungen fester und gelöster Phasen sowie die Langzeittrends der Versauerung und ihrer Dynamik erfaßt werden.
Zur Charakterisierung des geogenen (natürlichen) Untergrundes und für die Erklärung des Elementverhaltens und der -verteilungen wurden aus dem Gebiet des Brockens Gesteinsproben, Bachsediment- und Wasserproben entnommen und auf ihre Haupt- und Spurenelementgehalte analysiert. Zur Ermittlung der atmosphärischen Deposition wurde ein Sammler in der Nähe von St. Andreasberg auf einer Freifläche (720 m ü. NN) installiert und beprobt.
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* Montag, 02. Dezember 2002 16:55