Stratigraphischer und erdgeschichtlicher Überblick

Geologisch gesehen gehört das Gebiet zwischen Amberg und Sulzbach/Rosenberg dem Oberpfälzer Jura an. Die hier verbreitete Schichtenfolge kam in einem küstennahen Gebiet, in welchem ein ständiger Wechsel zwischen kontinentalen und marinen Bedingungen und schließlich ein flaches Schelfmeer bestand, zur Ablagerung. Zu dieser Zeit war die (heute unter diesen Sedimenten liegende) Kruste längst durch mehrere Gebirgsbildungen konsolidiert.

Im Oberpfälzer Jura nimmt die verkarstete Weißjuratafel einen Großteil des Gebietes ein. Auf der Albhochfläche südwestlich Sulzbach und Amberg liegen auf den Weißjuraschichten in unterschiedlicher Geschlossenheit und Mächtigkeit die Reste kreidezeitlicher Sedimente. Diese sind am stärksten in der Vilsecker Kreidemulde nordöstlich von Sulzbach/Rosenberg sowie im Raum südwestlich Amberg erhalten geblieben.

Geologisch-morphologisches Blockbild Raumes Sulzbach/Rosenberg-Amberg

Östlich des zerlappten Albrandes sind die unter den Juragesteinen liegenden Schichten des Braunen und Schwarzen Jura sowie die Keuperschichten aufgeschlossen. Weiter im Osten wurde das Naabgebirge mit seinen Gneisen und Graniten des Grundgebirges zwischen den großen, weitreichenden Störungszonen des Pfahls und der Luhe-Linie herausgehoben.

Westlich des Naabgebirges sind im emporgebogenen Hahnbacher Sattel und im Eschenfeldener Gewölbe die unteren Jura- und die oberen Triasschichten von der Abtragung freigelegt worden. Nördlich der Luhe-Linie befindet sich der mächtige Rotliegend-Trog von Weiden und die an Störungen emporgehobenen Triasschichten des Oberpfälzer Bruchschollenlandes.


* Dr. A. Baier; last update: Dienstag, 24. Februar 2009 01:06