Das Tertiär

In der Alb setzte bereits im Alttertiär (-65 Mio. a) -- unter tropischen Klimabedingungen -- flächenhafte Korrosion und erneute Verkarstung der Malmtafel ein. Im Laufe der Jahrmillionen wurden durch die ständig fortschreitenden Erosions- und Korrosionsvorgänge die Oberkreidesedimente immer mehr abgetragen, so daß das unterkretazische Relief teilweise wieder freigelegt und auch weiter erodiert sowie korrodiert wurde.

Höhlenruine im Trockental bei Kastl/Opf.

Von den höherliegenden kreidezeitlichen, zeitweise reaktivierten, dann wieder trockengefallenen Höhlensysteme blieben teilweise nur noch Reste erhalten, welche heute auf isolierten Bergkuppen liegen und oftmals nur noch ein dünnes Dach aufweisen. Die erste Anlage der heutigen (Trocken-) Talsysteme begann vermutlich ab dem Miozän (-24 Mio. a). Die nahezu vollständige Ausräumung der Kreidesedimente und somit die Wiederaufdeckung der unterkretazischen Malmkarstoberfläche erfolgte mit Beginn des Pliozäns (-5 Mio. a). Die groben Züge der heutigen Landschaft entstanden bis zum späten Tertiär.


* Dr. A. Baier; last update: Dienstag, 24. Februar 2009 01:21